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Wer hat eigentlich entschieden, dass wir unserer Gesellschaft etwas schulden?

Wer hat mich gefragt ob ich ein Teil der Gesellschaft sein möchte?

Wir haben es uns nicht ausgesucht, geboren zu werden, noch wann, wo oder unter welchen Umständen wir existieren. Trotzdem wird ständig so getan, als hätten wir unsere Existenz zu rechtfertigen.

Bei der Debatte um den Klimawandel hieß es, dass wir für unseren Planeten zu verzichten hätten.

Während der Corona-Pandemie sollten wir nicht nur für die Sicherheit unsere Freiheit aufgeben, wir wären für jedes Hinterfragen auch mitschuldig.

Auch beim Sozialstaat wären wir verantwortlich für alle und müssten es akzeptieren, wenn wir als normaler Arbeitenden die größte Last tragen.

Es basiert auf der immer wieder aufkommende Idee, welche anders als viele es denken nicht zu mehr Zusammenhalt, sondern zur zunehmenden Spaltung führt.

Verantwortung endet für mich dort, wo meine direkten Handlungen enden. Ich bin nicht verantwortlich dafür, dass ich existiere. Solidarität verliert ihren moralischen Wert, sobald sie erzwungen wird.

Unsere Gesellschaft muss wieder lernen, die Menschen als Individuen zu sehen und nicht nur als ein funktionierenden Teil eines Ganzen.